11.06.2024 | News
Wie wurden Gruben-Pferde unter Tage eingesetzt? Wie laut ist ein Abbauhammer? Und was haben Kanarienvögel im Bergwerk verloren? Auf all diese Themen gingen Detlef Stab, Vorsitzender des Fördervereins Schacht 3, und sein Kollege bei zwei Führungen durch den Barbarastollen und das Bergbaumuseum in Hückelhoven ein. Die Rundgänge auf der Zeche Sophia-Jacoba gehörten zum Programm des Festes, zu dem Mentor – Kreis Heinsberg alle Mentoren mit Partnern als Dankeschön für ihr Lese-Engagement eingeladen hatte.
Beim Gang durch den Barbarastollen und das Maschinenhaus erhielten die Besucher Einblicke in die wechselvolle Geschichte des lokalen Bergbaus mit all seinen Gefahren und Strapazen. Sophia-Jacoba galt ab 1960 als modernste Steinkohlenzeche Europas. Zeitweise waren hier über 5000 Bergleute beschäftigt. Als die Steinkohlenkrise seit den Siebzigern zu immer mehr Zechen-Schließungen führte, konnte Sophia-Jacoba noch am längsten ihren Betrieb aufrechterhalten. Vom Streik und Arbeitskampf der Bergleute in den Neunzigern wusste Detlev Stab anschaulich zu berichten. Mit der Schließung der Zeche 1997 ging die fast 900 Jahre alte Geschichte des Steinkohlebergbaus in der Region zu Ende.
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